GEAR


AMPS & GEAR
(Stand Dezember 2009)

Das wichtigste sind die 10 Finger, um einen guten Sound zu erzeugen. Allerdings ist dazu auch ein Equipment erforderlich, das hier nicht zu sehr im Weg steht. Das muss keine 54er Strat oder ein 10000 EUR Amp-Boutiqueteil sein, sollte aber schon wegen der Zuverlässigkeit etwas Solides und qualitativ Hochwertiges sein.

Meinen Klangvorstellungen am nächsten kommt Fender, und da benutze ich sowohl Gitarren als auch Verstärker. Um den Amps endlich mal den Platz einzuräumen, der ihnen gebührt, fange ich untypisch mit ihnen an. Mein Hauptverstärker war mehr als 10 Jahre lang ein Fender The Twin, der mit den roten Knöpfen. Was will man mehr: ein klassischer Fender Clean Kanal, ein hervorragender Lead-Kanal, und mit 100 Watt bzw. 25 Watt reduziert für jede Bühne geeignet. Wenn nur die fast 40 kg nicht wären. Deshalb spielte ich seit Anfang 2005 öfters mal einen Music Man 210 RD sixty-five. Ein klasse Amp, der aber von der Sensibilität und Spielgefühl her nicht mit meinem Twin konkurrieren kann. So kam ich auf den Fender Vibrolux Reverb, seit fast 4 Jahren habe ich einen gesucht (keinen Reissue!!), und jetzt auch gefunden.
Keine Kanalumschaltung, keine Gimmicks, aber mit 40Watt, 2 10 Zöllern und ausschließlich mit Röhren bestückt klingt er clean und angezerrt fantastisch, wiegt mal gerade so 24 kg, und hat ein sehr angenehmes, breites Abstrahlverhalten. Leider hat er keinen Lead Kanal, aber dafür gibt es ja jede Menge Bodentreter. Hier bietet die Firma UK-electronic hervorragende Geräte zum Selbstbau, ich spiele ab und zu den TS808 Clone, mein absoluter Favorit ist allerdings der UK-electronic Zehndrive, der dem Zendrive von Hermida (den übrigens kein geringerer als Robben Ford spielt!!) recht ähnlich ist. Wunderbar sahnig und sensibel steht er einem guten Röhrenleadkanal in nichts nach, der Dumble lässt grüßen!

Seit einigen Jahren besitze ich auch einen ROOST SR22, ein englischer Amp im Stil eines HIWATT, Sound City oder Marshall. 100 Watt, 4* EL 34, Röhrenvorstufe , und die legendären Partridge-Trafos sorgen für klassischen Rocksound, allerdings braucht man schon eine große Bühne, um das Teil auszufahren. Deswegen habe ich ihn auf 50 Watt reduziert ( nur noch 2 Röhren und Impedanz angepasst), da ist er mit meiner 2 mal 12 Zoll Celestion Box immer noch ordentlich laut, lässt sich aber dank eines Mastervolumens noch erträglich einstellen. Der sorgt jetzt zusammen mit einem Toneworks-Pedal für die Rockriffs in meiner Rock-Cover-Band. Das Toneworks soll mal gegen Stompboxes getauscht werden, da brauche ich erst noch was passendes ( UK-electronic hat da jede Menge im Angebot...).

Für kleine Gigs habe ich noch einen Fender Pro Junior mit 15 Watt und einem Fender 10 Zöller, und für die “Nice to have“ Rubrik steht ein Fender Twin Reverb Blackface von 1966, original mit den orangen D120 F Alnicos von JBL. Last but not least habe ich noch einen Fender Showman Blackface von 1965, leider nur das Top, ein exzellenter Gitarren- und Bassverstärker (Roscoe Beck spielt ihn ab und zu im Studio).

Durch die Rockband inspiriert, hatte ich mal wieder Lust auf Humbucker und Gibson. Nach einigem Rumprobieren bin ich bei der Gibson Les Paul BFG Gary Moore hängengeblieben. Mehr Gibson braucht keiner, das ist die auf das wesentliche reduzierte Les Paul, ohne Bindings, Dot-Markers, Pick-up Rähmchen, das Logo nur aufgemalt, nur 3,2 kg, da wurde gespart wo es ging. Dazu ein Burstbucker 3 mit hoher Ausgangsleistung am Steg und der fantastische P90 am Hals. Mit dem P90 kann man hervorragend Blues spielen, sowohl Lead als auch Solo, der Burstbucker sorgt für das Rockbrett, oder auch für den Beano Bluesbreakers Sound, wenn man ihn z.B. über den ROOST SR22 spielt. Etwas ausruhen kann sich jetzt meine Fender Baja Classic Player Telecaster mit Ahornhals, Twang ohne Ende, und verzerrt mit dem Zehndrive und Vibrolux ein absolutes Brett. Jetzt werden meine Strats erst mal wieder etwas renoviert, z.B. die 1975 gebaute Fender Stratocaster in 3-Tone-Sunburst. Sie musste schon einige Modifikationen über sich ergehen lassen, um den doch recht bescheidenen Originalzustand auf ein praxistaugliches Niveau zu heben. Das bedeutet Schallermechaniken, Telecaster Potiknöpfe, 4-Punkt-Halsbefestigung, GOTOH Vintage Brücke, Jumbo Bünde, neue Halslackierung mit Nitrolack und ein Tortoise Pickguard. Jetzt geht sie ganz ordentlich und macht richtig Spaß, der Relic-Look ist hier mal echt und nicht mit der Trennscheibe aufgemalt.

Dazu benutze ich eine SADOWSKI Stratocaster in translucent Red, Maple Neck mit SSS Chandler Bestückung, noch die alte passive Variante. So muss eine Gitarre gebaut sein, alles ultrapräzise gearbeitet mit besten Komponenten. Gleiches gilt für meine Music Man Silhouette in translucent green, ein federleichtes Teil, 6-Punkt Halsbefestigung, SSH DiMarzio Pickups, Schaller Locking Mechaniken, Schaller Free Float Tremolo, da gibt es nur Ärger, wenn eine Saite reißt, dann ist die ganze Gitarre konstruktionsbedingt verstimmt.

Für die mehr jazzigen Sachen kommt ab und zu meine Gibson Howard Roberts Fusion zum Einsatz, eine Semi Solid Gitarre in schwarz, 2 Humbucker, und recht lustiger Gold Hardware, da wurden wohl alte Lagerbestände verbaut. Ab und zu ist Lucky Peterson mit so einer Gitarre zu sehen.

Meine Akustikgitarren sind noch recht neu, nachdem ich mich von meiner Celebrity by Ovation getrennt habe, musste was ordentliches her, jetzt besitze ich eine Taylor CE414, mit einem Fishman Stereo Blender Tonabnehmersystem, klingt trocken und abgenommen fantastisch.
Fürs Lagerfeuer ist meine kleine Godin „Amy Cedar“ genau das richtige, eine kleine Gitarre im Stil der 20er Jahre, aber laut und mit dem richtigen Klang für akustische Country Blues Nummern, für das Geld (knapp über 200 EUR) eine sehr gute Gitarre, made in Canada, und damit neben der Mexico-Tele das einzige Teil, das nicht aus den Vereinigte Staaten stammt.